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		<title>Wenn Wissenschaftler aufhören, Wissenschaftler zu sein</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 07:55:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Falsche Annahmen In den Moment, wo persönliche Motivationen und Ideologie die Oberhand gewinnen, handelt es sich nicht mehr um Wissenschaft. Leider kommt so etwas immer wieder vor und solche Menschen schaden dem Fortschritt teilweise mehr als Wissenschaftsfeinde (wie zB die Kreationisten). Ein extremeres Beispiel ist Eddington, der aufgrund persönlicher Gefühle und seines rassistischen Weltbildes wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse für Jahrzehnte unterdrückte und die wissenschaftliche Laufbahn anderer Menschen zerstörte. Es gibt da ein interessantes Buch: Der Krieg der Astronomen von Arthur I. Miller: &#8220;Damit kam Chandra, wie er allgemein genannt wurde, dem berühmtesten Astrophysiker jener Zeit, Sir Arthur Eddington, in die Quere, denn dessen Theorie, auf der sein Lebenswerk basieren sollte, wäre durch die Existenz Schwarzer Löcher gestürzt worden. So tat Eddington alles, um Chandra zu diskreditieren, wobei auch rassistische Motive eine Rolle gespielt haben mögen. Als Chandra Anfang 1935 seine revolutionären Ergebnisse in einem Vortrag vorstellte, machte ihn Eddington vor allen Kollegen lächerlich, freilich ohne wissenschaftlich haltbare Gegenargumente. Niemand stellte sich öffentlich hinter Chandra, zu bedeutend war Eddingtons Persönlichkeit. Physiker von Weltruhm wie Niels Bohr stimmten Chandra unter vier Augen zu, aber sie unternahmen nichts, was Chandra unterstützt hätte. Chandra machte in Amerika eine großartige Karriere auf den unterschiedlichsten Gebieten der Physik, die Forschung über Schwarze Löcher wurde jedoch um dreißig Jahre verzögert.&#8221; Oder schauen wir mal vor die eigene Haustür nach Göttingen, ins schwarzbraune Niedersachsen: &#8220;Uni-Präsident Figura sieht die Politologie als &#8220;Schwachstelle&#8221; und will sie &#8220;ausmerzen&#8221;. Drei renommierte Forscher laufen Sturm&#8221; www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,389304,00.html Alledings muss man hier zugestehen, daß Geisteswissenschaft immer irgendwie ideologisch ist.</p>
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